Viele Betreiber stecken gerade am Anfang viel Arbeit in ihren Shop. Es wird wiederholt etwas verändert und verschönert, doch der gewünschte Erfolg bleibt trotzdem aus. Doch warum ist das so? Wir haben einige Gründe zusammengefasst und geben Tipps, wie man schlecht laufende Onlineshops nach vorn bringen kann.
Die angebotenen Produkte können Kunden anderswo billiger beziehen
Dieser Fehler lässt sich vor allem dadurch ausmerzen, dass man etwa Preisvergleichsseiten nutzt, um einen Überblick über das Preisgefüge eines Artikels zu bekommen, bevor dieser ins Angebot aufgenommen wird. Bei bereits gelisteten Produkten hilft eigentlich nur, nach Möglichkeit eine günstigere Bezugsquelle zu suchen.
Die Kaufabwicklung im Shop ist zu umständlich
Die meisten Kunden steigen sofort wieder aus, sobald die Abwicklung im Warenkorb oder die Zahlung zu undurchsichtig bzw. umständlich ist. Eine einfache Bedienung und Kaufabwicklung ist daher essenziell für den Erfolg eines jeden Onlineshops. Tipp: Hier sollte man sich an den Prozessen großer und bekannter Onlineshops orientieren, dabei gibt es viel zu lernen!
Die Produkte sind schlecht zu verkaufen
Kann es ein, dass es für die angebotenen Produkte keinen Markt mehr gibt bzw. dieser schon gesättigt ist, wie z. B. bei Büchern? Als Ausnahme gelten hier Fachbücher. Falls dies der Fall ist, hilft nur noch ein Wechsel von Teilen des Sortiments oder gar des gesamten Produktangebots.
Fehlendes Vertrauen in den Shop
Fehlt das Vertrauen in einen Shop, steigen viele potentielle Kunden gleich oder aber vor dem Abschließen eines Kaufs aus. Das könnte zum Beispiel an intransparenten, komplizierten Zahlungsverfahren liegen, aber auch daran, dass etwa im Impressum eine Limited mit Sitz in England steht. Gerade Betreibern im Ausland wird meist kein Vertrauen geschenkt. Die Lösung: Ein Gütesiegel nutzen, z. B. Trusted Shops, TÜV etc., diese schaffen Vertrauen in den Shop. Wenn dann der Betreiber auch noch in Deutschland sitzt, greifen die Kunden in der Regel ohne Misstrauen zu.
Layout ist wichtig!
Ist das Layout des Shops wenig individuell? Wird ein bekanntes Shopsystem mit dem gleichen Template wie Millionen andere genutzt? Dann ist es an der Zeit, etwas zu individualisieren. Gerade in der heutigen Zeit mit ihren vielfältigen Möglichkeiten, zum Beispiel durch den Einsatz von KI, sollte es kein Problem mehr sein, ein schönes, hochwertiges und individuelles Layout für den Shop hinzubekommen. „Bei verbreiteten Systemen wie WordPress sollte man hier auch bereit sein, etwas Geld beispielsweise für Premium-Templates zu investieren. Dadurch hebt man sich wohltuend von anderen ab, welche die Standard-Themes benutzen“, rät ein Mitarbeiter von Lizenzguru.
Die Versandkosten sind undurchsichtig
Ist es schwierig für den Kunden, herauszufinden, wie hoch die Versandkosten sind? Auch das fördert nicht gerade das Vertrauen in den Shop und bewegt so viele potenzielle Kunden, den Kauf doch noch abzubrechen. Auch rechtliche Probleme können sich dadurch ergeben. Es gilt also, die Versandkosten direkt beim Artikel anzugeben und eine separate Unterseite bereitzuhalten, auf der diese noch einmal übersichtlich aufgeschlüsselt sind.
Schlechte Auffindbarkeit der Seite
Viele Shopbetreiber machen den Fehler, ihren Shop ohne ausreichendes Fachwissen selbst für Google optimieren zu wollen. Das geht oft nach hinten los. Man sollte daher unbedingt einen Profi ranlassen, der sein Handwerk versteht (Referenzen zeigen lassen!). Was man selbst tun kann, ist etwa einen Blog anzulegen und Präsenzen in Social Media Portalen wie Instagram, Pinterest, TikTok etc. zu betreiben. Gerade Social Media ist heute extrem wichtig für die Sichtbarkeit eines Shops.
Keine oder schlechte Landing Pages
Vorbei sind die Zeiten, in denen Massen von Produkten unübersichtlich auf eine Shopseite „geklatscht“ wurden. Stattdessen sollten spezielle Landing Pages zum Einsatz kommen, die genau passend für das jeweilige Produkt gestaltet sind und ein einfaches Layout aufweisen. Tun sie das nicht, erfüllen sie ihre Funktion nur unzureichend und man verliert viele potenzielle Kunden.
Usability
Ist die Usability im Shop schlecht? Finden Kunden sich nicht in der Menüstruktur oder im Seitenbaum zurecht? Auch hier gilt es, unbedingt Abhilfe zu schaffen, denn Kunden denken nicht unbedingt wie der Shopbetreiber, wenn etwas gesucht wird. Tipp: Immer mal wieder Bekannte und Freunde nach einem bestimmten Artikel suchen und diesen dann als Testkauf abschließen lassen. Dadurch werden Fehler in der Usability in der Regel sofort aufgedeckt und können entsprechend behoben werden.
Telefonische Erreichbarkeit
Auch wenn es viel Arbeit macht: Jeder Shopbetreiber sollte unbedingt einen Telefonsupport anbieten. Viele Kunden wollen am Telefon einfach wissen, wer hinter dem Shop steht und ob der Inhaber überhaupt erreichbar ist. Mit einem Gespräch steigt das Vertrauen und es wird mehr bestellt. Die entsprechenden Bereitschaftszeiten lassen sich sinnvoll begrenzen, damit das Ganze nicht in einen Full-Time-Shop ausufert.






