Cloud Computing für Firmen und Selbstständige: Chance oder Risiko?

Redaktionsleitung

Cloud Computing
Symbolbild

Die Umstellung auf die sogenannte Cloud ist seit der Corona-Pandemie fast schon zu einer Notwendigkeit geworden. Egal ob Solopreneur oder ein multinationales Unternehmen – Cloud Computing kann interne Abläufe rationalisieren und eine reibungslose Zusammenarbeit mit Menschen von überall und zu jeder Zeit ermöglichen.

Doch alles hat seine Vor- und Nachteile, so auch das Cloud Computing. Es birgt gewisse Herausforderungen und Risiken für Unternehmen und Selbstständige, die es einsetzen. Daher ist es höchste Zeit, die Sicherheitsrisiken und Herausforderungen des Cloud Computing zu beleuchten sowie Strategien vorzustellen, um diese zu vermeiden oder zu minimieren. Genau das wollen wir hier tun.

Was ist Cloud Computing?

Die Bezeichnung Cloud Computing bezieht sich auf eine Technologie, bei der Software- und Hardware-Dienste über das Internet bzw. über ein Netzwerk verschiedener Remote-Dienste bereitgestellt werden. Auf den Servern werden Daten gespeichert, verwaltet und verarbeitet, so dass die Nutzer ihre bestehende Infrastruktur aufrüsten oder erweitern können.

Ressourcen wie Rechenleistung und Datenspeicherung werden auf Abruf bereitgestellt, ohne dass sich die Nutzer um die Verwaltung oder Wartung der Systeme kümmern müssen. Die Anbieter stellen ihre Server weltweit an verschiedenen Standorten (den sogenannten Rechenzentren) auf und nutzen in der Regel ein „Pay-as-you-go“-Modell für die Bereitstellung der Dienste an die Kunden. Auf diese Weise können Unternehmen, die Cloud-Dienste implementieren, Zeit, Aufwand und Kosten sparen, da sie die Verwaltung der Systeme und Anwendungen dem Cloud-Anbieter überlassen.

Die größten Herausforderungen und Risiken beim Cloud Computing

Datensicherheit und Datenschutz

Das Hauptproblem beim Cloud Computing ist, dass der Nutzer nicht sehen kann, wo seine Daten verarbeitet oder gespeichert werden. Und wenn bei der Cloud-Verwaltung oder Implementierung nicht korrekt vorgegangen wird, können Risiken wie Datendiebstahl, Datenlecks, Datenschutzverletzungen, kompromittierte Anmeldedaten, gehackte APIs, Authentifizierungsverletzungen, Account-Hijacking usw. auftreten.

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Tipp: Für eine maximale Sicherheit der Daten sollte man sich erkundigen, ob der Cloud-Service-Anbieter über eine sichere Identitätsauthentifizierung, Verwaltung und Zugangskontrolle verfügt.

Compliance-Risiken

Die Compliance-Vorschriften werden aufgrund der zunehmenden Cyberangriffe und Datenschutzprobleme immer strenger. Die Einhaltung dieser Vorschriften ist jedoch eine weitere große Herausforderung für Unternehmen, welche die Cloud nutzen. Gemäß einer Umfrage ist die Einhaltung der Vorschriften für 44 % der Befragten die drittwichtigste Herausforderung. Entsprechende Probleme ergeben sich für jeden, der Cloud-Speicher- oder Backup-Dienste nutzt. Wenn Unternehmen ihre Daten von vor Ort in die Cloud verschieben, müssen sie die lokalen Gesetze einhalten. Wenn sie dies nicht tun, drohen Strafen, die den Ruf schädigen und sie Geld und das Vertrauen der Kunden kosten können.

Geringere Sichtbarkeit und Kontrolle

Cloud Computing bietet den Vorteil, dass der Kunde die Infrastruktur und Ressourcen wie Server nicht verwalten muss, um die Systeme am Laufen zu halten. Das spart zwar Zeit, Kosten und Aufwand, doch er hat dadurch auch weniger Kontrolle und Einblick in Software, Systeme, Anwendungen und Datenverarbeitungsressourcen.

Vor der Implementierung der Cloud sollten Unternehmen daher alle notwendigen Details darüber in Erfahrung bringen, auf welche Daten sie zugreifen können, wie sie diese nachverfolgen können und welche Sicherheits- und Kontrollmechanismen der Anbieter einsetzt, um Risiken und Datenschutzverletzungen zu minimieren.

Ungeeignete Zugangskontrollen und Verwaltung

Unsachgemäße oder unzureichende Cloud-Zugangskontrollen und -verwaltung können zu verschiedenen Risiken für ein Unternehmen führen. Cyberkriminelle nutzen Webanwendungen aus, stehlen Anmeldeinformationen, verletzen Daten und vieles mehr. Bei einer großen oder verteilten Belegschaft kann es zu Problemen bei der Zugriffsverwaltung kommen. Darüber hinaus können Unternehmen auch mit Passwortmüdigkeit und anderen Problemen konfrontiert werden, z. B. mit inaktiven Benutzern, die für lange Zeiträume angemeldet sind, schlecht geschützten Anmeldeinformationen, schwachen Passwörtern, mehreren Administratorkonten, falscher Verwaltung von Passwörtern, Zertifikaten und Schlüsseln und vielem mehr.

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Ein Mitarbeiter von it-nerd24 erklärt dazu: „Die Benutzerkonten sollten kontinuierlich kontrolliert und professionell verwaltet werden, um solche Probleme zu vermeiden. Alle Konten müssen sicher mit einer zentralen Verwaltungsstelle verknüpft werden, um einen Überblick darüber zu behalten, wer auf welche Systeme zugreift. Hierfür gibt es diverse Dienstleister, mit deren Hilfe man sicherstellen kann, dass nur autorisierte Personen auf das Netzwerk, die Systeme und die Anwendungen zugreifen können.“

Unsichere APIs

Die Verwendung von Anwendungsschnittstellen (sogenannten APIs) in der Cloud-Infrastruktur ermöglicht es, bessere Kontrollen für die Systeme und Anwendungen zu implementieren. Wenn die verwendeten externen APIs jedoch unsicher sind, kann dies in Bezug auf die Cybersicherheit zu großen Problemen führen. Sie können für Angreifer ein Einstiegspunkt sein, um vertraulichen Daten zu hacken, Dienste zu manipulieren usw.

Um ein solches Horrorszenario zu verhindern, ist es unabdingbar, dass die Entwickler APIs mit effektiven Zugriffskontroll-, Verschlüsselungs- und Authentifizierungsprotokollen entwerfen. Nur so wird es möglich, eine sichere, zuverlässige und leistungsstarke API auf die Beine zu stellen, an der Hacker sich „die Zähne ausbeißen“.