Gutes Essen zaubert jedem Restaurantbesucher ein Lächeln ins Gesicht. Zuvorkommender Service ist jedoch der Faktor, der selbst dem besten Dinner einen faden Beigeschmack beimischen kann. Um diese Zutat wohldosiert und mit Perfektion einzusetzen, vertrauen immer mehr Restaurants auf technische Unterstützung im Service.
Restaurants müssen sich durch kulinarische Kreativität und wechselnde Angebote abheben. Wer sich auf eine immer gleiche Karte verlässt und ausschließlich die Stammkundschaft zufriedenstellt, wird zukünftig Gästeschwund feststellen. Doch nicht nur in der Küche sind Kreativität und Weiterentwicklung gefragt, denn die Gastronomie muss sich ebenfalls dem technischen Fortschritt öffnen. Besonders in den vergangenen zehn Jahren hat sich der technologische Wandel beschleunigt und neue Wege für einen optimalen Service geebnet.
Ein klares Beispiel für die Mischung aus Kreativität und Technik präsentierte schon Ende der 1990er-Jahre die Sushi-Kette Yo! Sushi. Sie gehörten zu den ersten europäischen Sushi-Restaurants, die das Kaiten-Konzept – Förderbänder, die Sushi zum Selfservice anbieten – auf dem Kontinent etablierten und somit japanische Tradition und Moderne in einem angepassten Gewand verpackten. Auch in Deutschland wurde diese Idee von mehreren Restaurants übernommen, insbesondere in Großstädten wie Berlin, München und Frankfurt. Dort haben Sushi-Bars mit Förderbandsystemen nicht nur eine effiziente Logistik etabliert, sondern auch ein Erlebnis geschaffen, bei dem der Gast Teil des kulinarischen Prozesses ist.
Einsparung an Personalkosten und gleichbleibender Service
In vielen deutschen Restaurants experimentieren Inhaber aber auch mit weiteren Optionen, um Technik dauerhaft einzusetzen. Intelligente und mobile Bestellsysteme sind vor allem seit Corona normal, wenn es darum geht, das Personalproblem auf intelligente Weise zu lösen. Neuerungen wie mobile Bestell- oder Kellnerrufsysteme führen zur Effizienzsteigerung, zu geringeren Kosten, zur Entlastung des bestehenden Teams und zu einem innovativen Gästeerlebnis und helfen Restaurants, aus weniger mehr zu machen.
Auch im Bereich der Gastronomie Kassensysteme setzen Restaurants auf digitale Helfer. Bestellungen per Smartphone und kontaktloses Bezahlen gehören in vielen Lokalen längst zum Alltag. Die Verwaltung über mehrere Schnittstellen per iPad oder die Zahlung über mobile EC-Terminals erleichtert die Arbeit der Servicekräfte, die zudem schneller die Gäste bedienen und abwickeln können. In der klassischen Systemgastronomie wie Hans im Glück oder L’Osteria sind solche digitalen Prozesse Kern des Geschäftsmodells, um Wartezeiten zu minimieren und den Service filialübergreifend zu standardisieren.
In der Küche kocht KI
Ein weiterer Trend, der derzeit in den USA und Kanada Wellen schlägt, ist die KI-gestützte Küchenplanung. Start-ups wie Roboeatz haben das Zeug dazu, die Zubereitung standardisierter Gerichte zu vereinfachen und somit Köchen den Freiraum für kreativere Arbeiten freizuräumen. Die Entwicklung dieser Küchenroboter zeigt, dass kreative Köche nicht aus der Küche verschwinden sollen, sondern ihr menschliches und künstlerisches Potenzial mehr Platz zum Entwickeln erhält.
Ganz ohne die Meister am Kochtopf geht es in Küchen nämlich nicht. Denn Küchenroboter sind am Ende nur so gut, wie es ein bewährtes Rezept zulässt. Kochen ist und bleibt somit ein Job mit Herz, Gespür und Liebe für Details. Der Trend, dass sich KI und Technologie im Restaurantbetrieb einen VIP-Platz sichern, wird kaum zu stoppen sein. Doch wie immer geht es darum, die Veränderung als Chance und Teil der Weiterentwicklung zu erkennen und nicht als ungebetenen Gast.






