Unsere besten Tipps zur Wahl des richtigen Webhosting-Anbieters

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Nur die wenigsten Shopbetreiber werden sich die Mühe machen, einen eigenen Server von zu Hause aus zu betreiben. Die Gründe dafür sind vielfältig: Insbesondere bei kleineren Shops lohnt es sich in der Regel nicht, einen eigenen Server aufzustellen. Außerdem muss dieser regelmäßig gewartet und sicherheitstechnisch upgedatet werden – Aufgaben, die bei einem Webhosting-Paket der Anbieter übernimmt.

Inzwischen gibt es unzählige Webhosting-Anbieter, die sich hinsichtlich ihres Preis-Leistungs-Verhältnisses mitunter deutlich voneinander unterscheiden. Worauf bei der Auswahl des richtigen Webhosters für die persönlichen Anforderungen und Bedürfnisse geachtet werden sollte, möchten wir im Folgenden aufzeigen.

Die wichtigste Eigenschaft jedes Webhosters

Das A und O bei der Auswahl des richtigen Webhosting-Anbieters ist die Zuverlässigkeit. Es nützt nichts, ein Angebot mit großem Leistungsumfang und besonders günstigen Konditionen zu wählen, wenn die gehosteten Webseiten bzw. der Onlineshop anschließend immer wieder für Stunden oder gar Tage im Internet nicht erreichbar sind. Um herauszufinden, wie zuverlässig ein Webhoster ist, sollte man sich in den entsprechenden Foren im Internet umsehen. Dort berichten Kunden regelmäßig über ihre Erfahrungen mit verschiedenen Anbietern, aus denen wertvolle Informationen zu entnehmen sind.

Experten streiten sich immer wieder darüber, ob man grundsätzlich nur auf große und bekannte Webhosting-Anbieter setzen sollte. Pauschal kann diese Frage nicht beantwortet werden. Fakt ist aber, dass es in der Vergangenheit des Öfteren Probleme mit kleinen Anbietern gab, die nach einer gewissen Zeit ihren Dienst einstellen mussten, sodass die Kunden fortan mit ihren Webseiten und Onlineshops quasi auf der Straße saßen. Vorausgezahlte Beträge für das Hosting können in diesen Fällen nur sehr selten zurückerstattet werden, da der Anbieter am Ende meist nicht mehr über die entsprechenden finanziellen Mittel verfügt. In diesem Zuge gibt es auch immer wieder Probleme bei der Herausgabe von Domains. Wer ganz sicher gehen will, sollte also nach Möglichkeit einen größeren Provider wählen.

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Selbstverständlich sollte man auch darauf achten, dass das Webhosting-Paket, für das man sich interessiert, alle Leistungen bietet, die für den Internetshop bzw. die Webseiten benötigt werden. Moderne Webshops benötigen in der Regel die neueste Version von PHP sowie eine oder mehrere SQL-Datenbanken. Daher ist darauf zu achten, dass diese Features im gewählten Paket enthalten sind. Auch Tools wie etwa ein vorinstalliertes WordPress-CMS sind sehr praktisch.

Ebenso sinnvoll ist ein Blick auf Support und Datensicherheit, weil genau hier im Alltag oft die meiste Zeit gespart wird. Ein gut erreichbarer Kundendienst (idealerweise per Telefon oder Live-Chat) hilft, wenn es mal „brennt“ – etwa bei Ausfällen, Fehlern nach Updates oder Problemen mit Zertifikaten. Parallel dazu sollte man prüfen, wie Backups gehandhabt werden: Werden automatische Sicherungen erstellt, wie lange werden sie aufbewahrt und lässt sich eine Wiederherstellung mit wenigen Klicks anstoßen? Auch ein kostenloses SSL-Zertifikat und klare Angaben dazu, wo die Server stehen (Stichwort Datenschutz), sind Punkte, die man nicht erst dann wichtig findet, wenn etwas schiefgelaufen ist.

Zum Thema Traffic: Viele Webhosting-Anbieter sehen in ihren Paketen grundsätzlich unbegrenzten Traffic vor. Einige wenige setzen dagegen noch feste Grenzwerte für den Traffic ihrer Kunden und rechnen entsprechende Mehrkosten ab, wenn diese Werte überschritten werden. Grundsätzlich sollte man die erstgenannte Variante bevorzugen. Doch Vorsicht: Einige Anbieter sehen im Kleingedruckten vor, dass trotz grundsätzlich unbegrenztem Traffic beim Überschreiten bestimmter Grenzen die Webseite langsamer oder gar nicht erst mehr angezeigt wird. Es sollte also darauf geachtet werden, dass, wenn der Webhosting-Anbieter unbegrenztes Traffic-Volumen zusichert, dieses auch in jedem Fall gewährt wird.

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Noch zwei Anmerkungen hinsichtlich der Suchmaschinenoptimierung für einen Onlineshop:

Zu achten ist nach Möglichkeit darauf, dass man bei seinem Webhosting-Anbieter das sogenannte „mod_rewrite“ Modul aktivieren kann, und dass der Kunde außerdem Zugriff auf die „htaccess“- Datei hat, beziehungsweise diese selbstständig ändern kann. Auch wenn einem diese Begriffe zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen, könnten sie später einmal sehr wichtig werden.

Fazit

Ein guter Webhoster überzeugt nicht durch große Versprechen, sondern dadurch, dass er im Alltag stabil läuft und Probleme schnell lösbar macht. Wenn ein Shop zuverlässig erreichbar ist, Seiten zügig laden und wichtige Aufgaben wie Sicherheitsupdates sowie Backups sauber umgesetzt werden, spart das Zeit, Nerven und verhindert unnötige Umsatzausfälle. Gerade im E-Commerce kann schon ein kurzer Ausfall spürbare Folgen haben – von abgebrochenen Bestellungen bis hin zu sinkendem Vertrauen.

Bei der Auswahl lohnt es sich, Erfahrungsberichte zu prüfen und Leistungsangaben kritisch zu lesen. „Unbegrenzter Traffic“ sollte tatsächlich ohne versteckte Drosselung gelten, und die technische Ausstattung muss zum Shopsystem passen: aktuelle PHP-Versionen, passende Datenbanken und praktische Verwaltungswerkzeuge sind dafür eine solide Grundlage. Zusätzlich helfen SEO-relevante Freiheiten wie die Nutzung von „mod_rewrite“ und der Zugriff auf die „.htaccess“, um später saubere URLs und Weiterleitungen unkompliziert umzusetzen.

Wer diese Punkte vorab abgleicht, reduziert das Risiko von Ärger und teuren Umzügen deutlich und schafft eine verlässliche Basis, auf der Webseiten und Onlineshops langfristig wachsen können.